Theorie und Praxis des Bühnendialogs

Rahmen: Dialogarbeit (HKS Ottersberg)
Dauer: 3 Monate

„Tragen Sie einen Pyjama? Gute Nacht, Emmi.“
„Schlafen Sie vielleicht nackt? Gute Nacht, Leo.“

Durch einen Tippfehler sendet Emmi Rothner eine Mail an Leo Leike und nicht – wie eigentlich gewollt – an den Like – Verlag. Der Roman ‚Gut gegen Nordwind‘ von Daniel Glattauer beschreibt die Internet- Liebschaft zwischen Emmi und Leo, die daraufhin entsteht und diente Genoveva Wieland und Christina Stöcker als Vorlage.

Für die Arbeit mit dem Phänomen Sprache und dem Bühnendialog entschieden wir uns dazu, aus dem Roman mehrere Szenen zu einer zusammenzuschreiben. Da sich bei einer Internet – Liebschaft die Personen eben nicht in einem Raum befinden, entschieden wir uns die Bühne mittels Requisiten in zwei Bereiche zu trennen, um so ein Spannungsfeld zwischen den beiden Figuren entstehen zu lassen. Gerade das Schauspielen in zwei getrennten Räumen, ohne, dass wir jeweils unsere Spielpartnerin sehen konnten, war für uns eine besondere Herausforderung. Wir führten vielmehr einen Dialog mit den Medien, die sich auf der Bühne befanden (Laptop, Handy, Tablet, sowie Klingeltöne) als mit einander. Eben dieses einbinden von medialen Mitteln und die Besonderheit, zwei Monologe zu einem Dialog werden zu lassen, begeisterte uns an dieser Inszenierung sehr.

 

 

Aufführung: 29.06.2015

Genoveva Wieland
(Emmi Rothner)

Christina Stöcker
(Leo Leike)

Künstlerische Leitung: Anna- Barbara Fastenau